Mediation - eine Alternative zum Gerichtsverfahren

Nach einer Trennung fehlt oft das Vertrauen zum anderen Partner. Jeder befürchtet, vom anderen übervorteilt zu werden. Das macht es schwer, Lösungen für die Vielzahl der nun auftretenden Probleme wie zum Beispiel Kinder, Haus, Vermögen, Schulden, Unterhalt, Versorgung, ohne Hinzuziehung eines Dritten zu finden.

 

In der Regel erst nach Ablauf des Trennungsjahres kann das gerichtliche Scheidungsverfahren in die Wege geleitet werden, in dessen Rahmen dann umfassende, endgültige Regelungen für diese Probleme erwirkt werden können. Hier bietet die Mediation eine Alternative.

 

Mediation heißt Vermittlung und ist ein freiwilliges Verfahren. Es bietet die Möglichkeit, zu schnellen einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Die Parteien sparen sich unter Umständen jahrelange, teure und zermürbende Auseinandersetzungen vor Gericht.

 

Wie läuft nun eine Mediation ab? Beide Beteiligten wählen einen Mediator ihres Vertrauens, der die Mediation leitet. In einer ersten Stufe besprechen sie, welche Themen im Rahmen der Mediation behandelt werden sollen. In einer zweiten Stufe werden die Interessen der Parteien geklärt. Mit Hilfe des Mediators formuliert hier jede Partei, welche Anforderungen sie an eine zufrieden stellende Lösung hat.

 

In einer dritten Stufe erarbeiten sie Lösungen, die den beiderseitigen Interessen entsprechen. Am Ende einer erfolgreichen Mediation steht eine Vereinbarung, die gegebenenfalls notariell beurkundet wird. Vor Gericht erfolgt dann nur noch die eigentliche Scheidung.

 

Wo finde ich geeignete Mediatoren?

Der Thüringer Arbeitskreis Mediation e. V. bietet eine Liste von Mediatoren für die verschiedenen Konfliktfelder an.

 

Weiter Informationen finden Sie unter www.thueringer-arbeitskreis-mediation.de